Pharming ist eine Betrugsmethode, bei der versucht wird, ähnlich wie beim Phishing, an die Kontodaten von OnlineBanking-Kunden zu kommen.
Internetnutzer werden hierbei auf gefälschte Webseiten, die den Original-Seiten oft täuschend ähnlich sehen, umgeleitet und unter Vortäuschung falscher Tatsachen dazu bewegt, ihre geheimen OnlineBanking-Daten preiszugeben.
Für diese spezielle Art des Datenklaus wird die so genannte Host-Datei Ihres Rechners mit Hilfe einer zuvor eingeschleusten Schadsoftware verändert. Bei der Eingabe einer Internet-Adresse wie z. B. www.mustersparkasse.de wird im Hintergrund eine numerisch aufgebaute so genannte Server-Adresse aufgerufen.
Wurde eine Spionagesoftware in den PC eingeschleust, wird diese Server-Adresse manipuliert. Bei jedem Aufruf der entsprechenden Internet-Adresse wird dann, ohne das der Nutzer es bemerkt, auf die gefälschte Website des Betrügers umgeleitet. Diese sieht dem Original meist verblüffend ähnlich. Hier werden OnlineBanking-Kunden dann unter einem Vorwand aufgefordert, ihre geheimen persönlichen Daten preiszugeben.
Beim Pharming zeigt sich wieder einmal, wie wichtig Sicherheitssoftware ist. Eine Firewall und ein auf dem Laufenden gehaltener Virenscanner sind ein Muss für jeden, der Online-Geschäfte tätigt.
Aber Sie können auch selbst aktiv werden. Überprüfen Sie das Sicherheitszertifikat der Webseite, auf der Sie persönliche Daten eingeben wollen. Klicken Sie auf das Vorhängeschloss-Symbol in der unteren Leiste des Browserfensters. Es wird das Sicherheitszertifikat der Webseite angezeigt. Vergleichen Sie die Angaben im Zertifikat mit unseren Angaben. Treten hierbei Unregelmäßigkeiten auf, ist Vorsicht geboten. Es könnte sich bei der Webseite um eine Fälschung handeln.